Konzept

GRUNDSCHULWERKSTATT

 

Das Interesse für ein Handwerk entwickelt sich schon oft im Kindesalter: in Opas Werkstatt, beim Zusammenbau von Möbeln mit Mutter und Vater. Die Holzmanufaktur bietet allen Grundschülern der Klassen 2 bis 4 aus Harsewinkel, Marienfeld und Greffen mindestens einmal pro Schuljahr einen kostenfreien* Projekttag an. Hier können die Kinder erste Erfahrungen mit Holz und Werkzeugen machen, Grundtechniken wie Sägen, Bohren, Verbinden und Schleifen erlernen, kleine Werkstücke herstellen und voller Stolz nach Hause tragen.

 

Perspektivisch denkt die Holzmanufaktur darüber nach, freie Projekttag-Termine auch an Grundschulen aus dem Kreisgebiet anzubieten.

 

 

*Lediglich der obligatorische "Baum-Euro" fällt für jede(n) Teilnehmer*in an. Zur Verwendung lesen Sie bitte unter "Nachhaltigkeit".

 

 

JUGENDWERKSTATT

 

Den Klassen 5 bis 13 der Gesamtschule Harsewinkel steht die Holzmanufaktur in vielschichtiger Form zur Verfügung: Arbeitsgemeinschaften zum nachhaltigen Möbelbau, zum Möbeldesign und zur Kleinmöbelfertigung nehmen handwerkliches und künstlerisches Interesse auf und verwandeln es in individuelle Werkstücke.

 

Grundlagen der technischen Konstruktion mittels CAD-Programmierung und der anschließenden Formgebung durch eine CNC-Fräse wird in unterschiedlichen Anforderungsniveaus bereits ab Klasse 5 geplant. In der Oberstufe sind darüberhinaus Arbeitsprojekte in Kooperation mit Partnern aus Handwerk und Industrie möglich.

 

Als Ausbildungsstandort des Handwerks bietet die Holzmanufaktur Plätze für Schülerbetriebspraktika oder Langzeitpraktika an.

 

 

INKLUSIONSBETRIEB

 

In Zusammenarbeit mit der Fortbildungsakademie der Wirtschaft, der Bundesagentur für Arbeit und zahlreichen Firmenpartnern bietet die Holzmanufaktur die Ausbildung zum "Fachpraktiker für Holzverarbeitung" an. Hierbei handelt es sich um eine dreijährige theoriereduzierte Reha-Ausbildung, die mit einer Facharbeiterprüfung abschließt. Der Berufsschulunterricht findet an eineinhalb Tagen im Förderberufskolleg in Bielefeld statt. Drei bis dreieinhalb Tage pro Woche lernen die Auszubildenden im Betrieb. Hierbei absolvieren sie das erste Ausbildungsjahr in der Holzmanufaktur, erlernen dort sämtliche Grundlagen der Holzbe- und verarbeitung. Das zweite und dritte Ausbildungsjahr schließen sie dann im Partnerbetrieb an und finden im besten Fall dort auch eine Anschlussbeschäftigung.

Die Fachpraktikerausbildung in der Holzmanufaktur führt auf diesem Wege Schulabsolventen mit besonderem Unterstützungsbedarf und regionale Betriebe in einem sorgfältig begleiteten Übergang zusammen und vermeidet somit Ausbildungshemmnisse bis hin zum Ausbildungsabbruch.

 

Vorbereitet wird die Ausbildung über inklusive Arbeitslehregruppen und Arbeitsgemeinschaften. Zudem können interessierte Schüler*innen in Praktika im Jahrgang 8 und 9 die Holzmanufaktur und das Berufsbild des Fachpraktikers kennenlernen.

 

 

NACHHALTIGKEIT

 

Junge Menschen bedeuten unsere Zukunft. Gleichsam ist es unsere Aufgaben, gemeinsam mit ihnen für eine lebenswerte Umwelt zu sorgen. Entnehmen wir unserer Erde den Rohstoff Holz, so müssen wir mit ihm verantwortungsvoll umgehen und den Ressourcenverlust ausgleichen.

Elementare Säule des nachhaltigen Arbeitens in der Holzmanufaktur ist die ausschließliche Verwendung von Resthölzern aus den Produktionen der Partnerbetriebe. Hier sollen Rohstoffe, die der Vernichtung gewidmet sind, einer sinnvollen Zweitnutzung zugeführt werden und in Übungs- und Werkstücken der Kinder und Jugendlichen neue Verwendung finden.

 

Mit dem "Baum-Euro", den alle Kursteilnehmer entrichten, werden neue Bäume zur Aufforstung finanziert. Ob in den Gärten der teilnehmenden Schulen oder auf kommunalen Flächen: auf diesem Wege schließt sich Kreis des nachwachsenden Rohstoffes Holz.